Kräuteröl mit kaltem oder heißem Ölauszug selber machen!

 

Vor einiger Zeit hatte ich berichtet, wie ich das Massageöl für meine Brüste selber mache. Eigentlich dachte ich, dass ich das ausreichend erklärt hatte, aber trotzdem kamen noch Fragen diesbezüglich. Nachdem ich sowieso neues Öl für mich ansetzen wollte, habe ich das genutzt und ein paar Fotos gemacht. Es ist zwar wirklich ganz simpel, aber nun gut, hier jetzt nochmal eine Anleitung.

 

Als erstes besorgt ihr euch die passenden Kräuter, die es recht günstig bei einigen Anbietern bei Ebay gibt, oder man kann auch direkt in jeder Apotheke bestellen lassen, was aber wesentlich teurer ist. Bedenkt bitte, dass getrocknete Kräuter nur wenig Gewicht haben und eine Packung mit 250 g oder gar 500 g eine riesige Menge ist. Ich habe mir Frauenmantel, Geißraute, Bockshornklee, Schafgarbe, Himbeerblätter und Zimt ausgesucht.

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Benötigt werden je nachdem welche Menge an Kräuteröl ihr herstellen wollt, ein passendes Schraubglas mit Deckel. Ich habe dafür ein großes Gurkenglas verwendet. Nacheinander werden die Kräuter eingefüllt.

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Das Glas ist nun zu gut zwei Drittel mit den Kräutern gefüllt und wird mit Öl aufgegossen. Es eignet sich jedes Speiseöl, wie Olivenöl, Sonnenblumenöl, aber auch Jojobaöl, oder was es sonst noch so gibt für Beautyzwecke. Ich verwende Rapsöl, da ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe. Mit einem Löffel wird alles gut vermengt und soviel Öl nachgegossen, dass die Kräuter ein bis zwei Zentimeter damit bedeckt sind.

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Mit dem Deckel wird das Glas geschlossen und für 6 Wochen an einen warmen Platz gestellt. Am Anfang setzt sich ein Teil der Kräuter an der Oberfläche ab und der Rest sinkt auf den Boden. Deswegen einmal täglich das Glas gut durch schütteln.

Ich lasse zB. die Kräuter auch nach den 6 Wochen noch im Glas, so dass sie noch länger ziehen können, aber wer möchte kann auch direkt alles durch einen Kaffeefilter abfiltern. Zur Verwendung des Öls, fülle ich immer nur ein kleines Fläschchen davon ab und stelle das große Glas in den Kühlschrank. So hält das Öl monatelang und wird nicht ranzig.

Wer nicht 6 wochen warten möchte, kann das ganze auch abkürzen und einen heißen Ölauszug machen. Das geht schneller, ist aber nicht ganz so schonend wie ein kalter Ölauszug.

Es ist beim heißen Ölauszug alles gleich, nur bleibt das Glas nicht stehen, sondern wird in einem Wasserbad langsam erhitzt. Das Öl darf nicht kochen! Nach ca. 60 Minuten, den Herd ausschalten und das Glas im Wasserbad stehend auskühlen lassen. Nach dem Abkühlen kann ebenfalls wieder gefiltert werden, oder aber einfach mit den Kräutern noch stehen lassen.

 

Hier füge ich noch Fotos ein, sobald ich wieder einen heißen Ölauszug mache!

 

Das war es auch schon und ihr seht, es ist ganz einfach ein tolles Massageöl selber zu machen.